🧍‍♂️💺 Bewegungsmangel bei hybrider Arbeit: Warum Sitzen zum größten Gesundheitsrisiko der modernen Arbeitswelt wird

Infografik zu gesundheitlichen Problemen im Homeoffice; zeigt schlechtere Ausstattung, ergonomische Defizite und Beschwerden wie Rücken- und Muskelschmerzen.

Hybride Arbeit bedeutet für viele mehr Flexibilität – aber auch deutlich mehr Sitzen. Denn neue Erkenntnisse der SITFLEX-Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigen, wie stark sich das Sitzverhalten zwischen Büro und Homeoffice unterscheidet – und welche Gesundheitsrisiken daraus entstehen.
Somit ist für HR-Verantwortliche klar: Bewegungsmangel ist längst ein strukturelles Problem, das Unternehmen aktiv adressieren müssen.

🩺 1. Sitzen: Das unterschätzte Gesundheitsrisiko der Wissensarbeit

Langes Sitzen ist heute einer der häufigsten Risikofaktoren im Arbeitsleben. Die Folgen sind gut dokumentiert:

  • höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • steigende Wahrscheinlichkeit für Typ-2-Diabetes
  • Übergewicht als Folge sinkender Alltagsaktivität
  • deutlich höhere Gesamtmortalität
  • Rücken- und Nackenbeschwerden durch schlechte Ergonomie

Besonders betroffen: Büroangestellte.
Sie verbringen laut Studie 73 % ihrer Arbeitszeit im Sitzen – im Homeoffice sogar noch mehr.

🏡 2. Homeoffice verschärft das Problem – und das deutlich

Die SITFLEX-Studie untersuchte 102 Beschäftigte und fand erhebliche Unterschiede zwischen Büro und Homeoffice:

🚶‍♂️ Schritte pro Tag

  • Büroarbeit: ca. 3.000 Schritte
  • Homeoffice: ca. 1.300 Schritte

👉 Daher reduziert das Homeoffice die alltägliche Bewegung um mehr als 50 %.

🪑 Sitzzeit pro Tag

Die tägliche Sitzzeit steigt zu Hause um 40–50 Minuten.

Gründe laut Studie:

  • fehlende Bewegungsimpulse (z. B. Weg zum Meetingraum)
  • weniger soziale Kontakte
  • geringere „Legitimation“, Pausen zu machen
  • nicht vorhandene ergonomische Ausstattung (z. B. höhenverstellbare Tische)

Somit das Ergebnis: Hybrides Arbeiten führt bei vielen zu einem noch einseitigeren Verhalten als reine Büroarbeit.

⚠️ 3. Warum Arbeitgeber jetzt handeln müssen

Demzufolge sind die Risiken des Sitzens sind nicht nur privat relevant – sie betreffen auch die Arbeitswelt:

  • steigende Fehlzeiten durch Muskel-Skelett-Erkrankungen
  • sinkende Produktivität bei starren, sitzlastigen Arbeitsformen
  • höhere psychische Belastung durch fehlende Pausen & Bewegung
  • langfristig geringere Mitarbeiterbindung

Zufolge ist hybride Arbeit ohne Bewegungskonzepte ein Kostenfaktor, kein Benefit.

🛠️ 4. Die wichtigsten Maßnahmen, die laut Studie wirklich helfen

Die SITFLEX-Studie zeigt konkrete Lösungsansätze, die Unternehmen heute einführen können:

1️⃣ Niedrigschwellige Bewegungsimpulse im Büro

  • „Walk & Talk“-Meetings
  • ausgeschilderte Gehwege im Büro
  • motivierende Treppenhinweise
  • Bewegungspausen in Teammeetings

2️⃣ Neue Meeting-Kultur im Homeoffice

  • Pausen zwischen virtuellen Meetings verpflichtend einplanen
  • regelmäßige Bewegungsunterbrechungen (z. B. 2 Minuten alle 30–45 Minuten)
  • Walking-Meetings per Telefon

3️⃣ Partizipative Ideenwettbewerbe

Die Studie zeigt:
Wenn Teams selbst Vorschläge entwickeln, steigt die Akzeptanz enorm.

Beispiel:
Die durch das Homeoffice eingesparte Pendelzeit wird als „Aktivitätszeit“ etabliert.

4️⃣ Verhaltensorientierte Maßnahmen

  • z.B. interne Gesundheitskampagnen
  • z.B. Micro-Learnings
  • z.B. kurze Videos mit Bewegungstipps
  • z.B. Multiplikatoren im Unternehmen (Botschafter:innen für Gesundheit)

5️⃣ Führungskräfte als Hebel

Entscheidend für einen Kulturwandel: Vorgesetzte müssen Bewegung vorleben.

Führung beeinflusst laut vielen Studien direkt:

  • Aktivität der Mitarbeitenden
  • Pausenkultur
  • Akzeptanz ergonomischer Arbeitsformen

🧩 5. Und was ist mit dem Homeoffice?

Person sitzt an einem Schreibtisch im Homeoffice; Darstellung ergonomischer Sitzhaltung und typischer Belastungszonen bei langem Sitzen.

Zumal die Analyse zeigt deutlich:
Aufgrund fehlender ergonomischer Homeoffice-Arbeitsplätze verschärft sich der Bewegungsmangel massiv.

Typische Probleme:

  • Esstisch statt Schreibtisch
  • starre Sitzpositionen ohne Höhenverstellung
  • kein Platz für Bewegung
  • fehlende Impulse für Haltungswechsel

Hier setzt onyo direkt an:

  • ergonomische, höhenverstellbare Schreibtische
  • professionelle Stühle mit dynamischer Unterstützung
  • leicht integrierbare Bewegungs-Setups (z. B. Anti-Fatigue-Matten, Stehphasen)
  • vollständige Homeoffice-Compliance & Dokumentation

Daher beginnt Bewegung mit der Möglichkeit, sich im Alltag dynamisch zu verhalten (Homeoffice-as-a-Service).

🧭 Fazit: Hybride Arbeit braucht eine bewegungsfreundliche Kultur

Kurz gesagt, ist langes Sitzen kein individuelles Problem mehr – es ist ein strukturelles Risiko moderner Arbeitswelten. Die SITFLEX-Studie macht deutlich:

  • Hybrides Arbeiten erhöht das Risiko
  • Ergonomie & Arbeitsorganisation entscheiden über Gesundheit
  • Bewegung muss in die Arbeitskultur integriert werden
  • Führungskräfte sind zentrale Multiplikatoren
  • Homeoffice braucht professionelle Ausstattung

Infolgedessen Unternehmen, die heute in ergonomische Arbeitsplätze und bewegungsfreundliche Prozesse investieren, gewinnen:

  • somit gesündere Mitarbeitende
  • somit weniger Ausfallzeiten
  • somit mehr Produktivität
  • somit ein modernes, attraktives Arbeitgeberprofil

Zum Haufe-Artikel


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